Ich bin seit einigen Jahren als Fotografin auf dem Erotik Portal Joy-Club unterwegs. Dabei habe ich festgestellt, dass immer mehr Paare ästhetisch ansprechende Pornografie in Form von Fotos von sich bei sexuellen Handlungen haben möchten.
Das eigene Handy oder auch die Kamera auf dem Stativ mit Selbstauslöser dafür zu benutzen, macht vielen zwar ebenfalls Spaß, führt aber nicht immer zu ansprechenden Ergebnissen. Diese Paare wenden sich dann an mich und buchen ein so genanntes Pornart-Shooting.
Der Begriff "Pornart" bezeichnet wie der Name schon sagt ästhetische, pornographische Fotografie.
Da ich noch nie etwas gegen Pornografie von Erwachsenen für Erwachsene hatte, solange sie gut gemacht und nicht gewaltverherrlichend und frauenfeindlich ist, habe ich schon in der Anfangszeit als Fotografin im Joy-Club Pornartshootings angeboten.
Wobei nicht nur Paare zu meinen Kunden gehören, sondern auch Männer. Allerdings waren die Pornartshootings mit einem einzelnen Mann mehr oder weniger Akt- und Dessousshootings mit gut durchbluteten Geschlechtsteilen - und sie sind fast immer von längeren Pausen durchzogen, in denen ich rauchend in der Küche sitze und darauf warte, dass der Kunde im Studio die für seine Wunschfotos nötige Durchblutung wieder herstellt.
Bei Paarshootings übernimmt das dann die jeweilige Partnerin. 
"Wie läuft denn so ein Pornart-Shooting ab?" werde ich so häufig gefragt, dass ich beschlossen habe, nun auch einen Infotext zu dieser Art Shooting auf meine Homepage zu setzen.
Auf meinem Fotografen-Profil im Joy-Club habe ich zu solchen Fragen schon diverse Joy-Homepages und Videos erstellt, also sollte ich hier auf meiner Webseite auch ein wenig darüber informieren, allerdings ohne unzensierte Fotos aus TFP-Pornart-Shootings zu zeigen. Die könnt ihr euch aus Jugendschutz-Gründen nur auf meinem Portfolio im Joy-Club ansehen.
Es gibt Paare, die schon ganz bestimmte Vorstellungen haben, welche Posen und sexuelle Handlungen sie gerne von mir abgelichtet haben möchten. Manche bringen dazu sogar eine Sammlung von im Internet gefundenen Pornart-Fotos mit und sagen, so etwas in der Art hätten wir auch gerne.
Andere haben noch nicht so klare Vorstellungen. Für manche ist es auch das allererste Shooting überhaupt bei einem Fotografen. 
Mir sind beide Gruppen gleich lieb. Ich gehe gerne auf die Wünsche von Kunden ein, soweit sie umsetzbar sind, nichts mit Blut, Exkrementen oder Tieren zu tun haben (alles schon mal angefragt worden) und sich auf freiwillige sexuelle Handlungen zwischen volljährigen Menschen beziehen. Aber ich führe ebenso gerne unerfahrene Fotokunden durch das Shooting und gebe freundliche Anweisungen zu Posen und Haltungen. Darin unterscheidet sich das Pornart-Shooting auch nicht von einem ganz normalen Shooting.
Es ist eben nicht so, dass das jeweilige Paar, das ein Pornart-Shooting bei mir gebucht hat, einfach wilden Sex bei mir im Studio hat, während ich mit der Kamera daneben stehe und knipse. Die Leute wollen ja nicht nur einfach von Fotos von sich beim Sex, sondern sie möchten dabei auch gut aussehen.
Ich weiß, welche Posen und Haltungen gut aussehen und wie ich das Licht aufbauen muss, damit die beiden Akteure auf den Fotos hinterher sexy und erotisch wirken. Ich erkläre es den Interessenten meistens so: "Stellt euch vor ihr dreht einen Porno und ich bin die Regisseurin, die euch sagt, was ihr tun sollt und wie ihr es tut."
So ein Pornart-Shooting ist im wahrsten Sinne des Wortes harte Arbeit und nicht für jeden etwas. Man muss nicht nur damit klar kommen, dass eine dritte Person beim Sex zugegen ist, sondern auch auf sie hören, wenn sie Anweisungen wie "Bauch einziehen! Kinn höher!" oder "Zieh ihn wieder ein Stück raus, wir wollen ja auf den Fotos später was sehen!" gibt.
Ganz selten gibt es Paare, die gar keine Anweisungen benötigen und von selbst Posen und Haltungen wechseln. Ich hatte im letzten Jahr ein sehr sympathisches und sportliches Paar in den Fünfzigern, bei denen die verschiedenen Posen und Stellungen, die sie einnahmen wie ein einziger erotischer Tanz wirkten. Da brauchte ich nur zwischendurch mal anzuregen vor einen anderen Hintergrund zu kommen und musste das Licht neu aufstellen. Leider waren es zahlende Kunden, so dass ich ihre Fotos nicht zu Werbezwecken verwenden konnte.
Ich beginne ein Pornart-Shooting meistens genau so wie andere Dessous- oder Erotik-Shootings. Wir trinken zusammen einen Kaffee im Studio, die Kunden erläutern mir ihre Wünsche, sofern sie das nicht schon vorher getan haben und zeigen mir ihre mitgebrachten Outfits und Accessoires.
Dann beginnen wir zum warm werden mit nicht-pornösen Fotos in Dessous oder Fetisch-Outfits bevor wir zum Pornart-Teil kommen.
Da zu den meisten sexuellen Aktivitäten zwischen Mann und Frau (lesbische oder schwule Paare hatte ich bisher leider noch nicht vor der Kamera) ein gut durchblutetes männliches Geschlechtsteil notwendig ist oder doch zumindest auf den späteren Bildern besser aussieht, kümmert sich die Frau um die gute Durchblutung.
Ich gehe solange aus dem Raum, komme wieder, wenn die beiden mich rufen und fange an Fotos davon zu machen, wie sie ihn streichelt oder mit dem Mund verwöhnt.
Da die meisten Kunden aber auch noch weitere Fotos in anderen Stellungen haben möchten, wird das Ganze nicht bis zum Ende durchgeführt. Befriedigenden Oral-Sex können die Leute schließlich auch zu Hause haben, dafür müssen sie nicht in mein Studio kommen und 199,- oder 250,- Euro für ein Shooting zahlen.
Insofern ist die Antwort auf die viel gestellte männliche Frage "Darf ich denn auch kommen?":  "Nein, erst mal nicht!".
Je nach Gelenkigkeit der jeweiligen Kunden und der Standfestigkeit der Männer, nimmt das Paar dann verschiedene Stellungen ein und ich fotografiere die beiden. Dabei geht es immer darum, dass die Fotos möglichst ansprechend werden und nicht darum einen Orgasmus zu erleben.  
Auch wenn die Fotos für die Kunden hinterher hocherotisch, pornografisch und sexy sind, ist die Atmosphäre während des Shootings bei mir im Studio eher die einer im Shabby Chic eingerichteten Arztpraxis. 
Ich mache zwar Fotos von Menschen beim Sex, aber ich biete keine sexuelle Dienstleistung an. Ein Kunde meinte mal zu mir, ich könnte doch auch selber für eine erotische Stimmung sorgen, wenn ich mich für das Shooting entsprechend anziehen und mit verführerisch säuselnder Stimme meine Anweisungen geben würde. Aber das ist eben nicht mein Job und dazu hätte ich auch absolut keine Lust. Apropos Lust:
Ich werde oft gefragt, ob mich das nicht geil machen würde, wenn ich andere Leute beim Sex fotografiere. Nein, tut es nicht. Wenn ich fotografiere, habe ich das spätere Foto im Kopf und konzentriere mich auf die Bildgestaltung. 
Stellt euch also einfach vor, ich wäre so etwas wie eine freundliche Gynäkologin oder Urologin. Der Unterschied ist nur der, dass ich kein Stethoskop, sondern eine Kamera bediene, nichts in euch rein stecke, euch auch nicht anfasse und ihr mit schöneren Fotos nach Hause geht. Und dass der Aufenthalt in meinem Studio hoffentlich etwas mehr Freude bereitet - trotz der harten Arbeit der Modelle.
Voraussetzungen für ein Shooting:
1. Ich fotografiere selbstverständlich nur volljährige Personen - bei allen Shootingarten. Und bei Pornart-Shootings müssen meine Modelle/Kunden mindestens 21 Jahre alt sein. 
2. Alle an einem Pornartshooting beteiligten Personen sollten aus freien Stücken daran teilnehmen. Ich habe schon mal ein Shooting abgelehnt, weil ich den Eindruck gewonnen hatte, dass der sehr viel ältere Partner seine sehr junge Freundin gegen ihren Willen dazu drängen wollte.
3. Ich mache keine anonymen Shootings.
Ich arbeite alleine in meinem Studio und möchte schon wissen, wen ich zu mir ins Studio lasse bzw. mit wem ich mich an einsamen, verlassenen Fabrikgebäuden treffe.
Wenn ein Mann bei mir ein Shooting bucht, muss er entweder geprüftes Joyclub-Mitglied sein oder mir vorher ein Foto schicken, auf dem er seinen gut lesbaren Ausweis neben sein Gesicht in die Kamera hält.
4. Ihr könnt bei mir ein Shooting buchen, aber keine sexuelle Dienstleistung.
Wenn es euch weniger um gute Fotos geht, als darum, dass es euch anmacht sich vor einer Frau mit einer Kamera auszuziehen, dann empfehle ich euch den Gang in ein gutes Dominastudio. Die Damen dort sind jünger und schöner als ich und haben die geileren Outfits an. Ein Rollenspiel als dominante Fotografin kriegen die auch hin.

Shooting-FAQ
1. Kann man bei dir auch ein anonymes Shooting machen?
Nein, das geht leider nicht. Ich arbeite alleine und möchte wissen, wen ich in mein Studio lasse oder mit wem ich mich an einer einsamen Location treffe. Wenn ein Mann bei mir ein Shooting bucht, muss er entweder geprüftes Joy-Mitglied sein oder mir vor dem Shooting ein Fotos schicken, auf dem er seinen gut lesbaren Ausweis neben seinem Gesicht in die Kamera hält.
2. Was ist mit den Rechten an den Fotos? Zeigst du die Bilder irgendwo?
Wer für die Fotos zahlt, dem gehören sie auch und selbstverständlich zeige ich die Fotos niemanden. 
Manche Kunden geben nach einem Shooting Bilder frei, die ich dann für meine Werbung nutzen kann, bzw. manchmal biete ich auch Shootings mit Werbeoption an, die dann preisgünstiger sind, weil ich eine gewisse Anzahl an Bildern nach Absprache für meine Werbung nutzen darf. Aber das kommt bei Pornart Shootings nicht so oft vor.
Der Urheber der Bilder bleibe ich, schließlich hab ich auf den Auslöser gedrückt.
Ansonsten kannst du mit den Fotos machen, was du möchtest: sie verschenken, in dein Joy-Profil hoch laden, ausdrucken und aufhängen, dich mit ihnen als Pornodarsteller bewerben etc.
3. Kannst du die Fotos nach Erhalt der DVD beim Kunden oder nach dem erfolgreichen Download auf deinen Festplatten und vom Downloadserver löschen?
Ja, das kann ich. Wer das verlangt, dessen Fotos lösche ich direkt von Festplatte und Downloadserver, ansonsten mache ich das alle paar Monate. Ich habe nicht endlos viel Platz auf meinen Festplatte. Auf dem Downloadserver werden sowieso nach drei Monaten alle Fotos wieder gelöscht.
Wenn die Kunden ihre Fotos per Download erhalten wollen, verschicke ich den Downloadlink an ihre Mailadresse und das Passwort, ohne das der Download nicht funktioniert und auch keine Fotos zu sehen sind, versende ich per WhatsApp, SMS oder per Joy-Club Mail an den jeweiligen Kunden.
4. Kannst du beim Shooting auch Corsage, High-Heels oder Dessous tragen?
Nein. Im Studio trage ich bequeme Kleidung und Pantoffeln.
5. Bisher nur von Männern angefragt: Kann ich bei dem Shooting auch kommen?
Kannst du machen, aber denke daran, dass Studiozeit teuer ist. Ich hab mal eine halbe Stunde darauf gewartet, dass es endlich soweit war. 
In der Zeit hätte man zahlreiche attraktivere Fotos in anderen Posen schießen können.
Außerdem bin ich kein Spezialist für die Fotografie von fliegenden Flüssigkeiten.
Meine Ejakulationsfotos sind eher unspektakulär.
6. Bisher auch nur von Männern angefragt: Hast du nicht ein schönes Model oder eine schöne Kundin, die mit mir zusammen ein Pornartshooting machen möchte?

Die musst du dir schon vorher selber suchen. Am besten funktioniert ein Pornart-Shooting, wenn die beiden Modelle ein Paar und sexuell aufeinander eingespielt sind.
7. Bisher auch nur von Männern angefragt: Kannst du die Kamera nicht auf ein Stativ stellen und mit mir zusammen als meine Shootingpartnerin ein Pornartshooting machen?
Definitiv nicht. Und wenn du mich in meiner bequemen Shooting-Kleidung mit Bauchtasche und Pantoffeln siehst, willst du das auch gar nicht mehr.
8. Hast du auch Tabus?
Ja die habe ich.
Kein Blut, keine Fäkalien und kein Sex mit Tieren oder mit Minderjährigen.
Ich habe schon die bizarrsten Shootinganfragen bekommen und musste auch schon Shootings ablehnen.
9. Erregt es dich nicht bei einem Pornartshooting hinter der Kamera zu stehen?
Nein. Und das ist auch gut so. Schließlich muss ich mich darauf konzentrieren, dass eure Fotos gut werden.

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